Stellwerk Tifflange-les-Mines

Das Stellwerk Tifflange-les-Mines

Vorher stand hier ein einfacher Schuppen ohne detailreiches Innenleben, dies wollte ich ändern, da mir persönlich der Schuppen auch nicht mehr gefiel. Kurzer Hand entschloss ich mich hier mein Stellwerk hinzusetzen, als Grundmodell, man kann auch sagen als Basis, nutzte ich ein Stellwerk des Herstellers Faller. 

Ich wollte ihn mit viel Detail und mit viel Innenleben ausstatten, ich wusste, dass es viel Arbeit wird, da es aber so lange dauern würde wie es gedauert hat, war mir nicht bewusst. Mehere Monate Bauzeit verschlang der Bau dieses kleinen Gebäudes. Gut es klingt nach viel, man muss aber beachten, dass ich ja nicht Tag und Nacht am Modell gearbeitet habe. Dennoch war es viel Arbeit für dieses kleine Modell, doch das Ergebnis glaube ich spricht für sich.   

Aber zunächst noch, wie funktioniert ein mechanisches Stellwerk und wie wird es bedient. Das Stellwerk hat die Aufgabe die Weichen und Signale richtig zu stellen damit der Zug auf die richtige Strecke kommt. Durch Weichen- und Signalhebel welche sich im ersten Stock befinden (hier im Modell) werden die Weichen und Signale gelegt. 

 

Das Innenleben im Erdgeschoss

Zunächst einmal braucht man um solche Detailarbeiten überhaupt ausführen zukönnen, Dokumentationen, alte Fotos und alte Pläne wie ein Innenleben eines Stellwerks überhaupt aussieht und wie es eigentlich funktioniert. Bücher und alte Fotos halfen mir bei dem Bau sehr geholfen. Besonders interessant fand ich folgende Bücher, normalerweise mache ich keine Werbung, in diesem Fall ist es angebracht, da es sehr gut und ausführlich beschrieben und dokumentiert ist wie ein Stellwerk funktioniert. 

Mein Tipp: Miba Report - Mechanische Stellwerke 1 ISBN: 978-3-89610-211-9 (aus dem Jahr 2005) und Miba Report - Mechanische Stellwerke 2 ISBN: 978-3-89610-208-9 (aus dem Jahr 2006)

Im Miba Report sind zwar keine luxemburgischen Stellwerke verzeichnet, bzw. dokumentiert, dennoch gibt es viele Informaitonen zum Thema Stellwerk. Denn die mechanischen Stellwerke, ob es jetzt deutsche oder luxemburgische sind, das Prinzip bleibt dasselbe. 

Erst nach der Recherche kann man sich an den Bau des Innenlebens machen.

 

 

 

Die Hebelbank 

Bevor ich zur Beschreibung des Zusammenbaus der Hebelbank komme, würde ich noch gerne ein paar Worte schreiben, was eine Hebelbank überhaupt ist. in einem Stellwerk, besser gesagt in einem mechanischen Stellwerk. In einem solchen funktioniert alles mit der Muskelkraft. Die Stellhebel werden per Hand umgelegt. Die Hebel sind an einer Drahtzugleitung befestigt, welche mit vielen Führungs- und Umlenkrollen zur jeweiligen Anlage führen, wie unteranderem Signale oder Weichen. (Klartext: Legt man einen Hebel um so wird z.B. eine Weiche gestellt und der Zug fährt nach links statt gerade aus). 

Führungs- und Umlenkrollen werden benötigt damit die Drahtzugleitung zur Aussenanlage wie der Weiche oder dem Signal findet. Da die jeweilige Weiche nicht direkt am Stellwerk zu finden ist sondern immer etwas weiter weg.   

Zunächst einmal wurde die Hebelbank zusammen gebaut, hier bei handelt es sich um ein Plastikmodel aus einem Set mit mehreren Hebelbänken und Stellwerkszubehör. 

Natürlich sollten die Hebel nicht immer gleich stehen einige umgelegt und einige nach oben stehend. Der Grund dafür ist einfach, somit sieht es realistischer aus. Eine Idee dabei war es auch die Hebel vielleicht funktionsfähig zu machen, leider verwarf ich diese Idee, aus zwei Gründen. Erster Grund: Platzmangel und der zweite Grund: die Teile sind so klein und werden nachher im Stellwerk eingebaut, die Bewegung der Hebel würde nicht wahrgenommen werden. Deshalb nur "Standmodell". 

Es gibt zwei unterschiedliche Farben von Hebeln rot und blau. Darauf sind weiße Punkte, in der Realität sind Zahlen bzw. eine Beschriftung hier angebracht, sie kennzeichen die Weiche oder das Signal welche man mit dem Hebel bedienen kann.  

Die einzelnen Knopfe und Schalter so wie der weiße Punkt auf den roten und blauen Hebel wurden mit Zahnstochern aus Holz bemalt, dies erweisst sich durchaus als präsizer als mit einem sehr dünnen Pinsel. Damit ich ruhiger arbeite nutze ich zwei Klemmen, damit lässt sich das Ganze besser greifen und man kommt nicht mit der frisch aufgetragenen Farbe in Berührung. Zugegeben es ist eine müselige Detailarbeit die einzelnen Knöpfe und Hebel zu bemalen, doch ich glaube der Aufwand hat sich gelohnt. 

 

 

Das erste Stockwerk

Der Boden wurde mit Fliesen belegt, natürlich keine Echten, sondern eine Nachbildung, die Herstellung geht eigentlich einfach, man fotografiert Fliesen ab und druckt sie anschliessend natürlich den Maßstab entsprechend kleiner aus. Um den Glanz von echten Fliesen zu erhalten, nutze ich immer ein glänzendes Fotopapier. Die Wände wurden ebenfalls dekoriert, selbes Prinzip wie bei den Fliesen allerdings auf mattem Karton ausgedruckt, zurecht geschnitten und aufgeklebt. Das muss halt sein, da das Innenleben des Stellwerks sehr gut nachher für den Betrachter erkennbar sein wird, würde man die Wände nicht verkleiden, dann sähe dies viel zu sehr nach Plastik und unrealistisch aus. 

Die Beleuchtung wird mit fertigen LED Lampen des Herstellers Viessmann realisiert. Durch die dünnen LEDs wird jede Menge Platz gespart im Gegensatz zu Glühbirnen. Hier nutze ich aber keine kaltweiss LED´s sondern warmweiss, da dies meiner Meinung oder meinem Geschmack nach besser aussieht und dem Ganzen auch eine warme Stimmung verleiht. 

Auch die Aussenbeleuchtung darf nicht fehlen, hier nutze ich fertige und flexible Lampen von Busch, natürlich mit LED. 

Im Stellwerk verrichten 2 Bahnbeamte ihre Arbeit, wo bei der Eine noch sein Mittagessen, ein Sandwich welches seine Frau heute früh noch schnell belegt hat, verputzt bevor es wieder an die Arbeit geht. 

Auf solche Szenen darf man einfach nicht verzichten, denn diese erzählen kleine Gesichten und machen eine Modellbahnanlage viel interessanter.

 

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